Zuletzt aktualisiert am 22. Juli 2025
Leinsamengel definiert Locken, spendet Feuchtigkeit und schützt das Haar. Das ist Fakt! Deswegen ist das auch das einzige Styling-Produkt, das ich für meine Locken verwende. Trotzdem hält sich hartnäckig der Irrglaube: Leinsamengel trocknet Haare aus.
Der Grund für dieses Missverständnis liegt im sogenannten Gel Cast. Das ist der harte Film, der sich beim Trocknen des Gels auf den Haaren bildet.
In diesem Blog erfährst du alles darüber.
Das ewartet dich
Der Gel Cast: Schutzmantel statt Austrocknung
Nach dem Auftragen von Leinsamengel bildet sich beim Trocknen ein harter Film auf den Haaren, der sogenannte Gel Cast. Dieses Phänomen kann den Eindruck erwecken, dass Leinsamengel die Haare austrocknet. Denn sie sind vollkommen steif.
Tatsächlich erfüllt der Gel Cast jedoch eine schützende Funktion:
- Feuchtigkeitsspeicherung: Der Gel Cast umhüllt das Haar und bewahrt die innere Feuchtigkeit. Dadurch wird verhindert, dass die Haare während des Föhnens austrocknen.
- Schutz vor äußeren Einflüssen: Er dient als Barriere gegen Umweltfaktoren wie Hitze beim Föhnen, die das Haar frizzig machen.
Du musst jetzt aber nicht mit einem Drahtgeflecht auf dem Kopf herumlaufen😊.
Das Geheimnis liegt im Auskneten
Um von den Vorteilen des Leinsamengels zu profitieren, musst du den Gel Cast nach dem vollständigen Trocknen der Haare auskneten. Dadurch wird der harte Film entfernt. Das kannst du entweder mit
- einem Mikrofaserhandtuch oder
- deinen Händen machen.
Im Winter haben sich ein paar Tropfen Jojobaöl beim Auskneten bewährt, da die Heizungsluft die Haare noch mehr austrocknet. Warum ausgerechnet Jojobaöl und warum im Winter? Lies hier mehr dazu.
Die Frage danach, ob Leinsamengel die Haare austrocknet wird sich spätestens dann in Luft auflösen, wenn du das Ergebnis siehst. Deine Locken fühlen sich weich, geschmeidig und definiert an.
Leinsamengel trocknet die Haare aus vs. wertvolle Inhaltsstoffe des Leinsamengels
Leinsamengel ist reich an natürlichen Nährstoffen, die das Haar pflegen und stärken:
- Omega-3-Fettsäuren: Diese essentiellen Fettsäuren stärken die Haarstruktur und verbessern die Elastizität, wodurch Haarbruch reduziert wird.
- B-Vitamine: Sie fördern das Haarwachstum und verleihen dem Haar Glanz und Vitalität.
- Schleimstoffe: Diese natürlichen Polysaccharide spenden Feuchtigkeit und wirken entzündungshemmend auf die Kopfhaut.
Spätestens jetzt sollte klar sein, dass Leinsamengel die Haare nicht austrocknet und alles lediglich auf einem Missverständnis beruht.
Erfahre mehr über Leinsamengel, mein allerliebstes Stylingprodukt für Locken, in diesem Blog.
Wo kannst du Leinsamengel kaufen?
Ich persönlich habe es früher selbst hergestellt, da es keinen vollwertigen Ersatz für die selbstgemachte Variante gab. Die einzige „Alternative“ war das Echte Leinsamengel von Old Spirits Naturals. Aber sehr viel mit dem echten Leinsamengel hatte es nicht zu tun.
Das hat sich aber seit diesem Sommer geändert. Happy Curl hat ein 98 % reines Bio-Leinsamengel, das genau so wirkt wie das DIY Gel. Mit dem kleinen, aber wichtigen Unterschied, dass es ungekühlt haltbar ist und man sich die Arbeit spart.
Man kann es bequem auf Amazon kaufen.
Zusammenfassung: Leinsamengel trocknet die Haare aus?
Der Mythos, dass Leinsamengel die Haare austrocknet, beruht auf einem Missverständnis des Gel Casts. In Wirklichkeit schützt dieser Film das Haar vor Feuchtigkeitsverlust und äußeren Einflüssen.
Durch das Auskneten nach dem Trocknen werden die Haare weich und definiert. Zudem versorgt Leinsamengel deine Locken mit wertvollen Nährstoffen.
So wende ich das Leinsamengel an:
- Auftragen: Leinsamengel gleichmäßig ins nasse Haar einkneten.
- Trocknen: Haare vollständig trocknen (lassen), bis der Gel Cast entsteht.
- Auskneten: Den Gel Cast vorsichtig auskneten, um weiche und definierte Locken zu erhalten.