Leinsamengel & Haltbarkeit: Alles, was du darüber wissen musst

Leinsamengel in herzförmigen Löffel, Haltbarkeit

Zuletzt aktualisiert am 22. Juli 2025

Leinsamengel ist in der Curly-Girl-Community längst kein Geheimtipp mehr. Es wird von Menschen mit ganz unterschiedlichen Lockentypen wegen seiner pflegenden, definierenden Wirkung ohne beschwerende Rückstände geschätzt.

Auch ich style meine Locken ausschließlich mit Leinsamengel. Es spendet Feuchtigkeit, sorgt für einen zuverlässigen Gel Cast und lässt sich leicht auswaschen.

Aber eine Frage taucht immer wieder auf: Wie steht es um die Leinsamengel Haltbarkeit? 

In diesem Beitrag teile ich mein Wissen und meine persönlichen Erfahrungen. Außerdem verrate ich dir die einzige wirkliche Alternative zum DIY-Gel.

Was dich erwartet

hallo meine damen und herren.

herzlich willkommen zu meinen leinsamen blog.

lg luis

Leinsamengel selber herstellen

Leinsamengel lässt sich mit nur wenigen Zutaten selbst herstellen. Alles, was du dafür brauchst, sind Leinsamen und Wasser. Die Herstellung dauert etwa 10–15 Minuten.

Zutaten:

So stellst du Leinsamengel selbst her:

🫗 Leinsamen und Wasser aufkochen
Gib Leinsamen und Wasser in einen kleinen Topf. Lass es unter gelegentlichem Rühren aufkochen bis es eingedickt ist. Je länger du kochst, desto dickflüssiger wird das Gel. 

🥣 Abseihen
Sobald die gewünschte Konsistenz erreicht ist, das Gel durch ein feines Sieb, ein Baumwolltuch oder einen Nussmilchbeutel abgießen oder ausdrücken. Am besten klappt das, solange die Mischung noch heiß ist. Beim Abkühlen wird das Gel zähflüssiger.

❄️ Abkühlen lassen
Jetzt nur noch abkühlen lassen und dein selbst gemachtes Leinsamengel ist einsatzbereit!

Wovon hängt die Haltbarkeit von selbstgemachtem Leinsamengel ab?

Leinsamengel besteht zum Großteil aus Wasser. Und genau das macht es anfällig für Keime und Schimmel.

❗ Die Haltbarkeit von Leinsamengel ist daher begrenzt:
Ohne Konservierungsstoffe hält sich selbstgemachtes Leinsamengel bei Zimmertemperatur nur maximal 2–3 Tage, bevor es zu gären oder schimmeln beginnt.

Für eine längere Haltbarkeit solltest du es daher immer im Kühlschrank aufbewahren (dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt).

4 Tipps zur Verlängerung der Haltbarkeit von Leinsamengel

Um dein selbstgemachtes Leinsamengel länger haltbar zu machen, gibt es einige Tricks:

  1. Saubere Utensilien und Behälter verwenden: Reinige alle Utensilien und den Aufbewahrungsbehälter gründlich und sterilisiere sie mit kochendem Wasser, bevor du das Gel hineingibst. So minimierst du die Keimbelastung und vermeidest Schimmel. Am besten verwendest du einen Behälter aus Glas mit Pumpspender. Diesen kannst du abkochen und durch den Pumpspender verunreinigst du das Gel beim Entnehmen nicht. 
  2. Natürliche Konservierungsstoffe hinzufügen: Ein paar Tropfen ätherisches Öl in Bio-Qualität können das Gel auf natürliche Weise länger haltbar machen. Du kannst dazu Rosmarin, Teebaum oder Lavendel nehmen. Alternativ eignet sich auch Vitamin-E-Öl, das antioxidativ wirkt und das Gel länger frisch hält.
  3. Kleine Mengen herstellen: Bereite nur die Menge an Leinsamengel zu, die du innerhalb einer Woche verbrauchen kannst. Da das Gel keine starken Konservierungsstoffe enthält, ist es oft einfacher, regelmäßig kleine Portionen herzustellen, als sich um die Verlängerung der Haltbarkeit zu sorgen.
  4. Im Kühlschrank lagern: Lagere das Gel nach der Herstellung immer im Kühlschrank. Bei Raumtemperatur sollte es nicht aufbewahrt werden, da es sonst schnell verdirbt.

Meine Erfahrung: Wenn du bei der Herstellung nicht auf sauberes Arbeiten achtest, kann dein Gel selbst im Kühlschrank nach nur 2 Tagen kippen.
Mir ist das passiert: Im Deckel des Behälters hat sich plötzlich schwarzer Schimmel gebildet, trotz kühler Lagerung.

🧼 Mein Tipp:
Achte unbedingt auf Hygiene und sterilisiere auch den Deckel und Behälter gründlich, bevor du das Gel einfüllst.

Wie lange hält sich Leinsamengel im Kühlschrank?

Im Kühlschrank aufbewahrt, steigerst du die Haltbarkeit des Leinsamengel in der Regel auf 5 bis 7 Tage. Auch wenn die kühle Temperatur das Wachstum von Bakterien und Schimmel verlangsamt, bleibt das Gel dennoch anfällig für Verunreinigungen und sollte regelmäßig auf Anzeichen von Verderb geprüft werden.

Typische Anzeichen dafür, dass das Leinsamengel nicht mehr verwendet werden sollte, sind neben Schimmel:

  • Veränderter Geruch: Frisches Leinsamengel hat in der Regel nur einen milden, neutralen Duft. Ein säuerlicher oder unangenehmer Geruch ist oft ein Hinweis darauf, dass das Gel verdorben ist.
  • Veränderte Konsistenz: Wenn das Gel schleimig, klumpig oder besonders dick wird, kann dies ebenfalls ein Zeichen für beginnende Keimbildung sein.
  • Verfärbung: Auch Farbveränderungen, zum Beispiel ein leicht gräulicher oder gelblicher Ton, deuten darauf hin, dass es nicht mehr frisch ist.

Meine Erfahrung: Ich habe letzten Sommer den ultimativen Härtetest gemacht. Ich wollte wissen, ob ich es schaffe, das Gel für den Urlaub zumindest wenige Tage ungekühlt haltbar zu bekommen. 

Ich habe das heiße Gel in sterilisierte Glasbehälter gefüllt und dunkel im Bad gelagert. Das Ergebnis war ernüchternd. Es ist trotzdem nach 2 Tagen milchig geworden. 

Leinsamengel einfrieren für maximierte Haltbarkeit

Falls du größere Mengen Leinsamengel herstellen möchtest, um nicht jede Woche neues herstellen zu müssen, dann ist Einfrieren eine praktische Alternative. Durch das Einfrieren verlängerst du die Haltbarkeit des Leinsamengels deutlich, ohne dass es seine pflegenden Eigenschaften verliert.

Der einzige Unterschied ist die Konsistenz nach dem Einfrieren. Es ist etwas wässrig und nicht mehr so leicht zu verteilen. Bei mir landet gefühlt die Hälfte auf dem Boden😅.

So gehst du vor:

  • Portionsweise einfrieren: Gieße das abgekühlte Gel in eine Eiswürfelform, damit du es in kleinen Portionen einfrieren kannst. So hast du bei Bedarf eine einzelne Dosis parat, ohne das gesamte Gel auftauen zu müssen.
  • Auftauen: Ich gebe dazu die Würfel in eine kleine Tupperdose und stelle diese dann in eine größere Schüssel mit heißem Wasser. So taut das Gel schneller auf.

Meine Erfahrung: Bewahre die Leinsamengel-Würfel in einem luftdichten Gefrierbeutel oder in einer Eiswürfelform mit Deckel wie dieser hier auf. Das verhindert, dass es Gerüche aus dem Gefrierschrank annimmt.

Außerdem kann sich beim „offenen“ Einfrieren ein Film auf der Oberfläche der Eiswürfel bilden. Wenn du den erst einmal in den Haaren hast, lässt er sich nur schwer entfernen. 

Alternative: Du kannst Fertiges Leinsamengel auch kaufen

Seit kurzem gibt es endlich ein Produkt, dass exakt so ist wie selbst gemacht, aber ungekühlt haltbar ist: Happy Curl 98 % reines Bio-Leinsamengel

Es enthält keine unnötigen Zusätze wie Gylcerin und Aloe Vera, die das Leinsamengel verändern. Es sind nur Bio Austria-zertifizierte Konservierungsmittel enthalten, damit man es im Bad aufbewahren und in den Urlaub mitnehmen kann.

Außerdem ist es auch noch 

  • in Österreich hergestellt
  • vegan
  • mikroplastikfrei
  • tierversuchsfrei
  • Curly Girl Methode safe
Happy Curl Flasche ungekühlt haltbares Leinsamengel

Nachdem ich Leinsamengel jahrelang selber hergestellt habe und immer Probleme mit der Haltbarkeit hatte, bin ich jetzt auf Happy Curl umgestiegen. Du kannst es auf Amazon bestellen.

Leinsamengel & Haltbarkeit: Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

  • Herstellung: Gel lässt sich einfach mit Leinsamen und Wasser in wenigen Minuten selbst herstellen. Das Grundrezept sind 30 g Leinsamen auf 250 g Wasser.
  • Haltbarkeit: Das Leinsamengel ist im Kühlschrank etwa 5 bis 7 Tage haltbar. Sauberkeit bei der Herstellung ist ein Muss und einige Zusätze können die Haltbarkeit verlängern.
  • Einfrieren: Das Einfrieren in Portionen ermöglicht eine längere Haltbarkeit und sorgt dafür, dass das Leinsamengel seine Wirkung behält.
  • Alternative: Fix und fertiges Bio- Leinsamengel von Happy Curl.

Wenn du mehr über Leinsamengel erfahren willst und warum es für mich kein besseres Styling Produkt gibt, dann lies meinen Blog dazu.

Frau in schwarzem Top und blonden Wellen

Hi, ich bin Bianca!

Ich dachte immer, meine Haare seien glatt – nur eben irgendwie strohig. Bis ich über die Curly Girl Methode gestolpert bin…

Hinweis zu Affiliate Links

In meinen Blogartikeln findest du Werbelinks zu Produkten, die ich dir empfehle. Wenn du über einen dieser Links ein Produkt kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Keine Sorge, für dich entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten. Danke für deine Unterstützung!

Das könnte dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner